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SHOOTING: Summer in Orjol

Freitag, 24. Oktober 2014


Diesen Sommer traf ich mich mit einer Freundin, als ich wieder in Russland war. Wir sind in der Grundschulzeit und die erste Zeit auf der Mittelschule die allerbesten Freundinnen gewesen und haben uns wirklich zu lange aus den Augen verloren. Umso mehr hat es mich gefreut, sie so fröhlich, positiv und sonnig vorzufinden. Die Fotos sind ziemlich spontan entstanden, aber ich bin ganz zufrieden. 

As you know I spend some time in Russia this summer. There I had the chance to meet a very good friend of mine and very spontaneously we took some pictures. I like them a lot (so does she). I just love the colors and the happy face! What do you think? 


TRAVELLING: Orjol, Russland (2013) #2

Samstag, 7. Dezember 2013

Hallo meine Lieben, 
heute tauchen wir wieder in die Welt des heutigen Russlands ein. Ich zeigte euch bereits Bilder vom ersten Tag in Orjol, denn am ersten Tag gehe ich immer mit ganz anderen Augen durch eine Stadt  (na gut, ihr vermutlich auch!). Außerdem gab es hier schon Einblicke in die schöne Küche meiner Großmutter in Russland. Heute zeige ich euch generelle Impressionen, die ich im Laufe der zwei Wochen dort sammeln konnte. 

Hey everyone. Welcome to Oryol, Russia. I already showed you some pictures I made during my first day there and presented you my grandmother's kitchen. Today I want to take you on a journey through the city. 


Auf dem Bild oben seht ihr eins der älteren Gebäude. Hier befindet sich heute ein Museum des Literaten Leskow. Er lebte nicht in exakt diesem Haus, jedoch ist es aus der Zeit: 19. Jh. Das Gebäude ist heute leider in keinem guten Zustand, man könnte das noch viel liebevoller pflegen. Aber irgendwie scheint es keinen zu interessieren. Ich hielt ungefähr jedes dieser hübschen alten Häuser als Foto fest - denn wer weiß, wie lange sie noch stehen bleiben. 

This is the way older buildings look like. This house was build in the 19th century and is today a museum of the russian novelist and writer Leskov (he was actually born in Oryol). I really like these older houses and make pictures of every single one of them. Who knows how long they are existing. 


Diese Straßenbahnen gibt es bei uns in Deutschland kaum mehr. In Russland sind sie jedoch noch in Benutzung. Diese Dinger sind ziemlich lustig, aber leider absolut unpraktisch für Rollstuhlfahrer, Kinderwägen, Renter und Kinder... 
Rechts: Solche kleinen Parks bzw. Grünanlagen gibt es in Russland ziemlich häufig. Die weisse Markierung auf dem Baum soll übrigens verhindern, dass böse Insekten (kenne mich da leider null aus) die Rinde zerstören. 

Here you see one of the trams. And a city park. 


Verfressene Tauben. Das ist irgendwie die Vogelart, die man immer und überall sieht. Die Täubchen werden liebevoll von allen, egal ob jung oder alt, gefüttert. Und das sieht man ihnen auch an! 

Pigeons are the birds you see everywhere and every time. I think they are having a really great time: Look how fat they are!


Als wir vor zehn Jahren aus Russland wegzogen, gab es nur in der Innenstadt Geschäfte und sonst nur kleine Lebensmittelläden in den Wohngebieten. Nun gibt es an jeder Ecke solche "Einkaufszentren". Nahezu jede Erdgeschoss-Wohnung jedes Hochhauses beherbergt einen Laden. Meine Oma lacht immer und sagt, es gibt mehr Geschäfte und Verkäufer als Einwohner. Und das Gefühl hat man wirklich. Übrigens: Was ansprechende Werbung angeht, müssen die lieben Bewohner von Orjol noch viel viel lernen! Sieht alles eher übertrieben und geschmacklos aus (auch wenn das als Fotomotiv super ist!). 

Ten years ago there were only a few shops in Oryol, mainly in the center (like it is here in Germany).  Today you see such buildings very often and throughout the city. My grandmother says, there are much more shops than inhabitants (which actually might be true, I think). And as you see, the outdoor advertising might be improved a little bit... It's very nice in a photo but not very appealing when you are walking through the street. What do you think? Is it too much?


Neben all den schönen Neubauten gibt es natürlich noch die älteren Wohngegenden und Höfe. So sehen viele davon aus: Sowjetischer Charme trifft auf Amateurgraffiti, alte Papieraushänge, die von keinem entfernt werden und liebevoll verlegte Rohre, die eigentlich unter die Erde gehört hätten. Aber wenn wir ehrlich sind: Ich würde viel lieber in so einem Hof leben wollen, als in einem superlangweiligen, sauberen Hof. Diese alten Gegenden sind ruhig und beschaulich. Und als Kind muss man nicht ständig aufpassen, dass man ja keine Wand ruiniert oder so. Es besteht halt noch ein bisschen Verbesserungspotential, was Rohre angeht. Aber sonst...

Russian charm: I like these old backyards. As a child you don't have to fear to break something, because it is not very new and tidy! But maybe it would be better to lay the pipes below the ground level... :)


Hier sind wir wieder schon ein bisschen zentraler: Das Gebäude gegenüber meiner alten Schule (die ich nicht draufgekriegt habe, weil ich nicht genug Weitwinkel habe, Mist!) mit noch einer Portion Fassadenwerbung. Und eine Brücke, die zum alten Stadtmarkt führt. Seht ihr die minzfarbenen Gebäude? Das sind alte Markthallen, die ebenfalls aus dem 19. Jh. sind. Was fällt euch noch so auf? Lasst uns ein bisschen Wimmelbuch spielen. 

Welcome to the center of the city. We are now crossing the bridge and the old mint market halls are appearing in our field of view. Here you also see other interesting things: Cars, people, the tram and the street lights. 


Und wenn man über die Brücke schreitet und den Blick nach links schweifen lässt, sieht man dieses traurige Bild. Dies war mal das Haus des Gouverneurs (auch so gegen Ende des 19. Jh.) und das Gebäude lässt man einfach zerfallen! Das finde ich unmöglich, wirklich. Das macht mich so wütend. Im Krieg wurden 90 Prozent der Gebäude zerstört, davon waren wahrscheinlich nur 1 Prozent so wunderschöne alte Bauten, weil der Rest von den Sowjets selbst zerstörst wurde. Und die renovieren das nicht einmal! Wie kann man so gar nicht an der Erhaltung seiner Geschichte interessiert sein?  Hier in Augsburg kann man Gebäude der letzten fünfhundert Jahre finden, das ist doch genial! Der Geschichtsverweigerung wirke ich übrigens entgegen und sammle jeden Schrott. Vielleicht ist der ja mal historisch wertvoll, haha!
Und unten seht ihr noch einmal den Blick auf hübsche Hochhäuser und den Fluss und die vielen schönen Bäume. Diesmal übrigens von einer anderen Brücke aus. Hat euch die Reise gefallen? Ein paar Bilder habe ich nämlich noch... :)

Do you see the half destroyed building above? In the 19th century it was the house of a governor. I really can't understand, why no one is trying to save it. During the war, 90 percent of the whole city was destroyed, so there aren't so many older buildings left. There for it is much more important to preserve the history! Here in Augsburg you can find buildings that are 500 years and older. I like that! I personally do conserve history in an other way: I do not through any stuff away because I think it might be useful and have historical value. Underneath you see the river and many trees. Mmh! 


Travelling: Random food photography + [Freitagsgedanken]

Freitag, 25. Oktober 2013


"Es gibt zwei Sorten von Menschen. Die einen fotografieren ihr Essen, die anderen nicht". Kennt ihr diesen Spruch? Und jetzt dürft ihr drei Mal raten, zu welcher Sorte ich mich zugeordnet fühle. Haha. 
Ich verstehe die Aufregung um das Fotografieren von Essen ehrlich gesagt nicht. Also ich verstehe sie schon, bekenne mich aber als deren Gegnerin. Wir leben in digitalen Zeiten und haben ein unendliches Potential in unseren digitalen Kameras stecken. Wer in der Minute Tausende Bilder schießen kann, kommt ganz natürlich an die Grenzen des sinnvollen Fotografierens. Da müssen dann tatsächlich Möbel, Katzen, Füße und Cocktails herhalten. Und es kommen dabei doch tolle Bilder heraus? Die besten und spannendsten Motive meiner Meinung nach. 


Zum einen macht es tatsächlich Sinn, alltägliche Gegenstände zu fotografieren, weil sie immer da sind und ein hervorragendes Motiv abgeben, um das Fotografieren zu üben. Sie laufen nicht weg und beklagen sich nicht über das nicht gelungene Bild. Zum anderen, und das ist für mich der springende Punkt, leben wir eh schon viel zu schnell und viel zu effektiv. Ich bin keine Maschine, dass ich reibungslos und durchgehend logisch funktionieren muss. Nein. Ich bin ein Mensch und ich liebe alltägliche Situationen wie mein Essen. Ich darf auch mal bescheuert wirken, wenn ich mich auf Stühle stelle, um die wunderschöne Kombination von Lebensmitteln in meinem Teller zu verewigen.  Ja, ich sehe mir diese Bilder sogar mal an und klebe sie in mein Fotoalbum. Und das ist die Bremse des Alltags, die kurze Momente für immer verewigt. Weil die kleinen Dinge im Leben oftmals viel wichtiger sind, als das mysteriöse große Ganze, was wir uns einbilden. 


Und aus diesem Grund seht ihr heute das Essen, was meine liebe Oma für uns gemacht hat, während ich in Russland zu Besuch war. Meine ganze Familie kann das nicht nachvollziehen, warum ich denn so etwas Unwichtiges fotografieren muss. Sie belächeln mich und tolerieren es. Und das ist ok so. Zu sehen sind hier Omas Hände, ihre Vorhänge und Küche. Außerdem Opa beim Zeitung-Lesen und seine Bücherauswahl für die nächsten Monate. Nahrung für den Geist und für den Körper sozusagen. 

Weitere Bilder aus Russland seht ihr hier und hier. Und nun stellt sich mir die Frage: Was haltet ihr von der Random Food Photography? Und wollt ihr auch mal Rezepte zu den hier gezeigten Gerichten? Interessieren euch so ganz persönliche Bilder auch oder war das Quatsch, sie hier zu zeigen? 



Today I want to show you pictures of the food my grandmother made for me while I was in Russia this summer. You may find me stupid, making pictures of random food. But I like this idea a lot, because it helps me to calm down and think the normal daily routine through. I like food and making pictures of it to practice in photography. And because I am a huge fan of the little things surrounding me every day. I  really look through these pictures every now and again to remember the delicious dishes and my grandparents. Other pictures of my russian visits were already shown here and here

TRAVELLING: Orjol, Russia (2013) #1

Dienstag, 17. September 2013


Hallo meine Lieben, 

heute möchte ich euch die Bilder zeigen, die ich am ersten Tag nach meiner Ankunft in Russland geschossen habe. Der erste Tag hat für mich einen gewissen Charme, denn da sieht man alles noch mit neuen Augen und hat sich an dengleichen Strecken und Gebäuden und Motiven noch nicht satt gesehen. So viel wie an diesem Tag, habe ich in den zwei Wochen nicht fotografiert. Oder zumindest nichts, was ich hier zeigen möchte. 


Was ihr hier seht, ist die Gegend um den Freizeitpark der Stadt. Der Fluss verläuft direkt durch den Park. An diesem Ende schließt der Park auch an einen Markt und die Kirche, die ihr oben seht. Dies ist ein sehr gemischter Stadtteil. Um den Markt herum findet man Gebäude vom Ende des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts (z.B. das erste Bild dieses Posts). Auf der anderen Seite des Parks stehen Sowjetbauten. Diese erkennt man an den tristeren Farben, den neun Stockwerken und dem Siebziger-Look. Und daran, dass jeder Balkon und jedes Fenster anders aussieht, weil sich jede Wohnung langsam modernere Fenster reinsetzt oder den Balkon verglast. Dadurch sieht das alles so verrückt unordentlich aus. 
Und schließlich am Flussufer haben ganz neue und moderne Hochbauten Platz gefunden. Das sind diese Bunten mit den glänzenden Fenstern. Man mag das mögen oder nicht, aber wenigstens ist in den Wohnungen mehr Platz und sie sehen von außen nicht so trist aus, wie die alten Gebäude. 
Übrigens werden heutzutage keine Häuser mit drei oder vier Stockwerken gebaut. Außer es ist natürlich ein eigenes Haus, dann schon. Aber wenn man eine Wohnung hat, dann meist in so einem mehrstöckigen Riesen. Warum auch immer, symbolisiert das eher Schönheit und Wohlstand, als die typischen Vier- oder Fünfstöcker, die ich jetzt aus Deutschland kenne (ok, ich vergleiche natürlich auch mit Augsburg. In Berlin Kreuzberg mag es sicherlich anders sein). 


Voll Glück hatte ich mit dem Wetter. Die ersten zehn Tage war es super sonnig und warm und der Himmel war wunderschön blau (was ihr oben seht, ist übrigens ein Wasserfall oder Brunnen, so sicher bin ich mir da nicht). Da macht es auch Spaß, einfach mal für ein paar Stunden spazieren und fotografieren zu gehen. Sehr häufig war ich mit meiner Tante und meinem kleinen Cousin unterwegs. Von ihm habe ich so viele schöne Bilder gemacht. Jedoch kann und will ich sie hier nicht zeigen, weil ich das gegen seinen Willen irgendwie komisch fände. Er ist diesen Sommer ein Jahr alt geworden. Wäre ziemlich rücksichtslos von mir, seine Bilder im Netz zu verewigen. Das versteht ihr sicherlich. 
Aber ich erzähle euch dann noch ein bisschen von ihm. Er ist nämlich so super cool, dass ich es total traurig finde, dass ich keine eigenen Geschwister habe. Oder dass er nicht hier wohnt. Ganz ein Süßer ist er nämlich. 


Mein Opa und ich waren ebenso häufig spazieren. Wir besuchten die Museen von Turgenew und Leskow. Das sind zwei Literaten, die in dieser Stadt geboren sind und teilweise gelebt haben. Turgenew ist der Autor von einem bekannten Werk namens "Väter und Söhne". Von Leskow kenne ich bisher nicht viel, bin aber schon sehr gespannt. (Falls ihr übrigens Bücherposts von mir vermisst: Das liegt daran, dass ich im letzten halben Jahr nur russische Literatur lese. Hättet ihr Interesse daran, dass ich euch was vorstelle?)
Opa erzählte so unglaublich viel vom Leben früher, von seiner Studienzeit und davon, wo er schon alles gelebt hat. Das war total schön! Aber natürlich haben wir noch längst nicht alles gesehen und ich freue mich schon auf das nächste Mal, wenn ich nach Orjol fahre. Opa erzählt die Geschichten bestimmt wieder, denn im Gegensatz zu ihm, vergesse ich all die schönen Details viel zu schnell. 


Das Denkmal, welches ihr unten seht, steht an der Verbindung der zweier Flüsse Oka und Orlik, der beiden Stadtflüsse. Das Denkmal ist für Soldaten, die im zweiten Weltkrieg gefallen sind. Da stehen auch ganz viele Namen drauf. Etwas traurig, aber ich finde, dass man sich auch an solche traurigen Ereignisse erinnern sollte. 
So. Nun habt ihr schon einen kleinen Teil dessen gesehen, was ich die letzten beiden Augustwochen so erlebt habe. Habe noch etwa vier Millionen Bilder, die ich euch zeigen möchte. Diese Woche werden hoffentlich auch die analogen fertig. Mal sehen, wie ich das verknüpfe. Bis bald wieder!



INSTAGRAM + Leben-Update

Freitag, 13. September 2013


Yeah! Hallo meine Lieben! 

Endlich wieder ein Post. Und weil ich mich gerade ein bisschen davor drücke, die Bilder dieses Sommers auszuwählen und zu bearbeiten, gibt es denn Hallo-ich-bin-zurück-Post mit Instagram-Bildern. 

Nun ja. Seit etwa einer Woche bin ich zurück in meinem alten normalen Leben und habe mich immer noch nicht wieder daran gewöhnt. Besonders förderlich für diese komische Stimmung ist sicherlich das Wetter. Es regnet, ist kalt und bewölkt. Aber auch die durchgehende Abwesenheit aus dem normalen Leben. Das, was vor drei Wochen eine schöne Vorstellung war, ist heute zu einem verrückten Alltag geworden. Ich freute mich, endlich wieder den Alltag zu verlassen. Jetzt wünsche ich mir eine sanfte Rückkehr desselben wieder. 



Ich habe das Gefühl, jetzt wieder alles von der Seite betrachten zu können und fühle mich etwas neben der Spur. Kennt ihr dieses Gefühl? Ich bin nicht in mein altes Leben zurückgekehrt, sondern in ein anderes, was mal meins war, was aber nun als ein neues und etwas befremdliches Etwas vor mir steht. Ich hoffe, das kann ich vorteilhaft ausnutzen, indem ich mein Leben von der Seite betrachte und endlich weiß, was ich will. 

Momentan verbringe ich die Zeit eher faul auf dem Sofa und ordne hin und wieder ein Möbelstück um. Das Wetter ist eben nicht so schön, da ist so ein bisschen Tee, eine warme Decke und Filme bzw. Serien das Herzallerliebste. Denn spätestens nächste Woche hat mich der Alltag wieder eingeholt. 


Am Sonntag findet die Landtagswahl in Bayern statt, ab Montag fängt Presstige für mich wieder an und übernächste Woche steht die Bundestagswahl bevor. Oh ja. Und Arbeiten. Und Einkaufen. Und der Haushalt. Es wird also wieder werden, auch wenn ich mich gerade ziemlich komisch fühle.

Und damit ich hier nicht komplett abschweife: Ich hoffe, euer Sommer war schön. Ich hoffe, dass das Wetter bei euch gerade besser ist, als hier. Und dass ihr euch hoffentlich nicht so komische Gedanken macht, wie ich, wenn ihr aus dem Urlaub wieder heimkommt.

Mehr Bilder und Geschichten gibt es ein anderes Mal. Bis dahin viel Spaß.
Eure Natalia


TRAVELLING: Du hast es leider nicht in den Koffer geschafft!

Donnerstag, 15. August 2013


Liebe Leute!
Während ihr das hier lest, bin ich womöglich schon im Flieger. Oder auch nur am Flughafen. Vielleicht bin ich in Gedanken sogar schon 2300 km weiter östlich. Jedenfalls sizte ich nicht mehr daheim vor meinem Laptop (er hat es übrigens nicht in den Koffer geschafft). 
Ich liebe solche Posts, deswegen durfte so etwas auf Apfel Sanderson auch nicht fehlen! Ich möchte euch heute nämlich zeigen, was ich in meinen Russland-Urlaub alles mitnehme. 
Fangen wir mal klein an: Ich mag es überhaupt nicht zu packen. Am liebsten wäre es mir, ich könnte all meine Sachen magisch verkleinern und einfach alle mitnehmen. Oder gleich die ganze Wohnung. Leider geht das (noch) nicht, und daher muss man sich mit dem Gepäck zurückhalten. Vor allem möchte ich auf der Rückfahrt ein paar Bücher mitnehmen. Dafür brauche ich also auch Platz im Koffer und ein paar frei Kilos. 
Was kommt nun mit? Eine kleine Tasche zum Weggehen, eine mittelgroße zum Bummeln und zwei Jute-Beute, die ja schließlich nichts wiegen. 


Wie ihr hier seht, ist alles kreuz und quer miteinander kombinierbar. Oder zumindest mit der kurzen Hose, der Rock ist etwas spezifisch. Außerdem kommt das neue Täschen vom Flohmarkt gleich zum Einsatz. Im Koffer dient es als ein Aufbewahrungsort für Ketten, Haargummis und Haarklammern. Und sonstiges Kleinzeug. Nach der Fotosession wurde übrigens alles noch einmal gebügelt, falls ihr euch wundert, wie zerknittert ich doch rumlauf. 


Kleider sind irgendwie nicht so fotogen. Aber die kennt ihr ja schon größtenteils aus diesem Post hier. Kleider sind in dem Sinne praktisch, weil man sie nicht mit vielen Sachen kombinieren muss. Einmal drübergezogen und fertig.


Und meine eher triste Farbwahl aufzulockern, habe ich ein paar Gürtel dabei. Ein langärmliger Cardigan ist wirklich ein Muss, weil es abends doch schon sehr kühl sein kann. Außerdem ist es möglich, dass wir in Deutschland 10 Grad haben, wenn ich zurückkomme... Und rechts seht ihr meine geliebte Leinenhose, die für Sommerabende oder Herbsttage super geeignet ist. 


Ich weiß leider nicht, warum meine Schuhe nach kürzester Zeit in meinem Besitz so heruntergekommen aussehen. Ich putze sie aber regelmäßig und sie danken mir dafür damit, dass sie angenehm beim Tragen sind. Ich entschied mich für  meine geliebten Vagabond-Sandalen, weil sie super mega bequem sind und lässig aussehen. Klassische schwarze Ballerinas sind einfach nur praktisch. Und die türkischen Schuhe mit Absatz nahm ich mit, falls ich mal größer sein möchte und so (1,58 cm ist halt nun mal klein!). 


Kleidung für die Fahrt: schwarze Jeans, weißes Top, mein neues Männerhemd von H&M und die durchaus alte und praktische Regenjacke vom selben schwedischen Modehaus. Die Schuhe sind derzeit meine einzigen leichten geschlossenen Turnschuhe, also fiel da die Entscheidung nicht so schwer. Jeans ist für die Fahrt ja eigentlich nicht so bequem, aber so wird der Koffer leichter. Das war jetzt meine doofe Überlegung. Und weil ich über Nacht fliege und es aus meiner Erfahrung selbst im Sommer super kalt sein kann, ziehe ich mich wie eine Zwiebel an. 


Mein Handgepäck: Eine exklusiv für mich genähte Jeans-Tasche (der Wahnsinn, oder?) mit fünf Außentaschen und sieben Innenfächern. So etwas Praktisches gibt es in keinem Geschäft zu kaufen, ich schätze die Geste und die Tasche sehr! Außerdem kommt noch neben meiner normalen Kamera eine Einwegkamera mit, selbstverständlich ein Buch zum Lesen und Pässe. Wie denn sonst. 

Ich hoffe, euch hat dieser kleine Ausflug in meinen Koffer gefallen! Während ich weg bin, erwarten euch super geniale und wunderschöne Gastposts zum Thema "Apfel". Seid also gespannt! Wir sehen uns ganz bald mit vielen neuen Bildern meinerseits! Und wenn ihr auf dem Laufenden bleiben möchtet, lohnt sich ein Blick in mein Instagram (Link in der Sidebar!). Schönen Sommer euch noch. 
Eure Natalia 



Blogpostreihe "Was willst du eigentlich mal werden?"

Montag, 15. Juli 2013

Hallo ihr Lieben, 

heute kommt mein Beitrag zur Blospostreihe "Was ich als Kind werden wollte und was nun aus mir geworden ist". Gestern erzählte Bella von ihrem Wandel von der Prinzessin über die Sportjournalistin zur Pädagogin und morgen könnt ihr über Sandrina's Werdegang mehr erfahren. Und heute werdet ihr ungewohnt viel Text hier lesen und dürft einen Blick in die Bilder meiner Kindheit werfen! 


Nun ja. Wo fange ich an? Am besten ganz am Anfang! Wenn ich heute drüber nachdenke, dann haben mich meine Eltern ziemlich stark in meiner Berufswahl beeinflusst – wenn auch nicht direkt. Ich kann mich schleierhaft daran erinnern, wie ich meiner Mama beim Heftekorrigieren "half" und auf ihre höflichen Hinweise a lá "Natalia, ich muss doch arbeiten" einen wichtigtuerischen Gesichtsausdruck aufsetzte und in dem gleichen Ton erwiderte: "Ich arbeite auch!". Dabei schnappte ich mir irgendein Wörterbuch, meist auf dem Kopf stehend, und versuchte beschäftigt zu wirken. Meine Mama arbeitete zu dieser Zeit als Dozentin für Deutsch und Englisch an unserer lokalen Uni in Russland, später Deutsch und Latein an der Medizinfakultät.
Mir gefiel dieser Gedanke "Ich mache etwas Wichtiges" wohl schon damals ziemlich, unabhängig davon, was getan werden musste. Ich fand es auch ziemlich cool Schule zu spielen und mit rotem Stift Markierungen in meine alten Hefte zu machen. Meist spielte ich mit Freundinnen und war irgendwie immer die Lehrerin. Bin nur ich so seltsam, oder habt ihr das auch gern gemacht? Und besonders toll fand ich es, wenn ich mit meiner Mama zur Arbeit gehen durfte, also an die Uni. Für sie muss es wohl ziemlich stressig gewesen sein und sie versuchte es zu vermeiden, mich mitzunehmen. Aber ich war begeistert. Obwohl ich wenig in den ganzen fremdsprachigen Wörterbüchern verstand, herrschte so eine tolle Atmosphäre. Ich erinnere mich an Tee und Kuchen, gemütliche Sessel, viele Zimmerpflanzen und wichtig aussehende Menschen mit Brillen und Blazern. Alle Studenten wirkten total interessiert und klug, sodass ich es kaum erwarten konnte, selbst zu studieren. 


Weiterhin erinnere ich mich daran, dass ich hin und wieder meinen Papa bei der Arbeit besuchte. Er war mal bei unserem lokalen Fernsehsender angestellt. Später arbeitete er in einer Werbeagentur, die jedoch auch Ton- und Videoaufnahmen selbst produzierte. Besonders faszinierend war die Kabelmenge sowie die Menge an piepsenden, leuchtenden, schwarzen Geräten, die alle unverständliche Dinge taten. Und es roch so charakteristisch nach Medien, dass ich immer noch ein gutes Gefühl habe, wenn ich beim Fernsehen oder Radio unterwegs bin. Mein Papa filmte die ersten zehn Jahre meines Lebens auch ziemlich häufig: Alle Auftritte im Kindergarten oder mit der Ballettschule wurden festgehalten, wir filmten unsere Ausflüge und einfach mal zum Spaß daheim. Auch wenn ich die Technik nicht verstand, fand ich es ziemlich cool, die Videos anzusehen. 


In der Zwischenstufe zwischen "Kindheit in Russland" und meinem jetzigen Studium lagen viele Ideen. Wie ich heute sehe, waren sie auch nie mehr als Wünsche, Modelle und Vorstellungen von etwas, was ich mal machen könnte: Kunstlehrerin, Innenarchitektin, Architektin, Archäologin, Bauingenieurin, Musikerin, Jazzpianistin, freischaffende Künstlerin und Mitglied einer berühmt gewordenen Band. Aus all dem wurde selbstverständlich nie etwas. Kurz nach dem Abitur entschloss ich mich, Kommunikationsdesign zu studieren und verbrachte Tage und Nächte mit meiner Mappe. Parallel schrieb ich mich für den innovativ klingenden Studiengang "Energieeffizientes Planen und Bauen" und für "Medien und Kommunikation" in Augsburg ein. Die Mappe wurde genommen, ich jubelte. Und bestand die praktische Prüfung nicht. Nach einer kurzen niedergeschlagenen Phase sah ich ein, dass es wohl "nicht meins" war und suchte nach weiteren Lösungen. Da gab es ja noch die Wahl zwischen "Planen und Bauen" und MuK. 



Jetzt fragt ihr euch sicherlich: Wie hängt das jetzt zusammen? Heute studiere ich "Medien und Kommunikation" in Augsburg. Dieser Studiengang setzt sich aus den zwei Säulen Kommunikationswissenschaften und Medienbildung zusammen. Seht ihr die Verbindungen zu den Berufen meiner Eltern nun? Eigentlich verrückt, wenn ich so drüber nachdenke. Vielleicht suche ich auch nach Verbindungen, um mir meine Studienwahl zu erklären. Jedenfalls ist es genau diese potentielle Mischung aus Medientheorie, Inhalten und Technik sowie Medienpädagogik und meinem Ergänzungsbereich Psychologie, die mir (fast) alle Wünsche erfüllt.

Jedoch stelle ich bei mir immer noch dieselben Tendenzen fest, wie in der Kindheit. Lange Zeit war es mir wichtig, was ich STUDIERE, unabhängig davon, was ich dann arbeiten werde. Ich wollte einfach endlich an die Uni und stellte mir das immer noch so cool vor, wie in der Kindheit bei meiner Mama in der Arbeit. Lauter schlaue Menschen, kluge Gespräche, Lernen für's Leben. Schnell merkte ich, dass das Studium idealerweise in einen praktikablen Beruf übergehen sollte und wandte mich von zu viel Theorie ab. Heute weiß ich zwar immer noch nicht konkret, was ich für einen Beruf ausüben werde, aber ich überprüfe jedes Bisschen an theoretischen Stoff daran, ob ich es anwenden könnte oder nicht und suche ständig nach Verbindungen zur konkreten Arbeitswelt.

Wie es weitergehen wird, ist auch mir noch nicht ganz klar. Jedoch hört sich das alles, was ich hier in einem Sturm von Erinnerungen für euch notiere, ganz konsequent und logisch an. Das war es freilich nicht immer und ich hoffe darauf, dass sich die heutigen Entscheidungen in Zukunft als genau so konsequent und sinnvoll erweisen werden.

Und nun, wenn ihr von meinen Erinnerungen und Erlebnissen komplett erschlagen seid: Wie ging/geht es euch mit der Berufswahl? Stellt ihr einen Bezug zu euren Verwandten her? Seid ihr eurem Kindheitstraum nachgegangen? Freue mich sehr über eure Meinungen!


Und weil letztes Mal die Imagemap doch nicht funktionierte, hier eine Tabelle aller Blogger, die bei der Aktion mitmachen:


02.07. Jennifer 03.07. Phepe 
04.07. Jule 05.07. Sara 
06.07. Lisa 07.07. Genya 08.07. Nina 
09.07. Jasmin 
10.07. Sabrina 
11.07. NiNespo 12.07. Svetlana 
13.07. Nikki 14.07. Bella 15.07. Natalia
16.07. Sandrina 17.07. Anne
18.07. Nicole 20.07. Mark 21.07. Riiko 
22.07. Alexandra 23.07. Julia 24.07. Elena
26.07. Petra 27.07. Mia
28.07. Isabelle 29.07. Leeri
30.07. Sarina 31.07. Anni
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