Heute zeige ich euch zwei ganz spannende Dinge, die wir knapp vor Weihnachten bei Design 101 basteln mussten: eine Camera Obscura und eine Lochkamera (engl. pinhole camera). Die Camera Obscura ist quasi die Uroma unserer heutigen Kameras.
BASTELANLEITUNG FÜR DIE CAMERA OBSCURA
Hierfür muss der Raum vollständig abgedunkelt werden. Ich habe dafür mein Fenster mit Alufolie zugeklebt. Anschließend muss man ein kleines Loch im abgedunkelten Fenster lassen, das fungiert dann als Sammellinse für das eintretende Licht.
Im Idealfall seht ihr dann auf der gegenüberliegenden Wand ein auf dem Kopf stehendes Abbild dessen, was sich hinter eurem Fenster befindet. In meinem Fall waren das eben die Häuser von gegenüber und ein wolkenbedeckter Himmel.
Leider hat das bei mir ohne die Kamera nicht funktioniert, also ich habe mit bloßem Auge nichts gesehen. Weil gegenüber vom Fenster keine weiße Wand ist, das Loch zu groß oder zu klein war, und weil es ein sehr trüber Tag war. Ich habe mir also mit Hilfe von einer weißen Leinwand und der Langzeitbelichtung behelfen können. Da erst sah ich das Ergebnis, was ihr oben auch seht. Super spannende Sache! Man lernt viel über die Funktionsweise einer Kamera und durch ein paar kleine Experimente können bestimmt tolle Sachen entstehen. Hier seht ihr noch die Ergebnisse der anderen im Kurs.
BASTELANLEITUNG FÜR DIE LOCHKAMERA
Bei einer Lochkamera versucht man etwas ähnliches, nur mit Film. Ein analoger Film wird ja so zum Foto: Wie bei der Camera obscura tritt das Licht durch das kleine Loch, das ihr der Kamera lasst, und "belichtet" das, was ihr vor der Kamera habt auf den Film. Klingt super einfach, aber leider hat es bei uns trotzdem nicht funktioniert. Ihr seht oben ein ausgetüfteltes System, bei dem man den Film von einer Rolle auf die andere wickelt. Die Filme sind dabei vollständig geschützt (deswegen das viele Tape). Und für das Loch nahmen wir ebenfalls ein Stück Alufolie und stachen ein minimal kleine Loch hinein. Dann noch einen Abdeck-Mechanismus, mit dem ihr eure Belichtungszeit steuern könnt und fertig.
Nun zu den Schwierigkeiten: Wir hatten einen Farbfilm. Der ist wesentlich schwerer in der Entwicklung. Vielleicht lag es daran, denn wir bekamen nicht einmal die Negative zurück, nachdem wir sie zum Entwickeln eingeschickt hatten. Ganz offensichtlich haben wir entweder stark überbelichtet oder eben stark unterbelichtet. Deswegen der Tipp an euch: Setzt euch vor euer Objekt und probiert alle möglichen Belichtungszeiten aus: unter einer Sekunde, eine Sekunde, zwei, drei, vier, dreißig Sekunden, eine Minute, drei Minuten. Und entwickelt den Film nach Möglichkeit selbst. Dann besteht durchaus die Chance, dass EIN gutes Bild dabei ist.
Nun zu den Bildern, die ihr unten seht. Hier habe ich ich das Objektiv von meiner Kamera abgeschraubt und stattdessen das Alu-Plättchen vom Prototyp oben daran befestigt. Also ihr seht hier zwar keine Bilder einer Lochkamera, aber zumindest die eines Lochobjektivs. Hier noch die Ergebnisse der anderen im Kurs. Sind wirklich sehenswert.
Wenn ihr an Fotografie interessiert seid, ist so etwas eine wahnsinnige Erfahrung. Probiert es aus, schaut im Internet nach besseren Anleitungen (oder hier) und schreibt mir, wenn ihr eine Masterlösung gefunden habt. Habt ihr noch Fragen?
Today you see my results of making a camera obscura (first picture) and a pinhole camera. The pinhole did not work very well, so the pictures you see here are made by an pinhole lens. I used my digital camera and a small piece of metal with a hole in it. If you are interested in photography I hardly recommend you to try a camera obscura and the pinhole camera. There are lot's of instructions on the internet, which really work. You can leave me a message, if you find a perfect one!
Here are some tips: For the camera obscura choose a room with one small window, make sure the room is dark enough and do not shoot on a cloudy day. If you still don't see nothing, use a digital camera, as I did.
For the pinhole camera: Use black and white film. Develop the pictures on your own, if you have that possibility. Test different exposure times. Really different ones, so that you maybe have ONE good shot. I tried making twenty pictures, and nothing came back. But I still have the experience ;)































